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Der Besucherstrom riss nicht ab

17. Historischer Erntetag in Sinsheim-Dühren.

Am vergangenen Wochenende hatte die Dreschgemeinschaft wieder zu ihrem historischen Erntetag eingeladen und durfte sich über einen großen Besucherstrom freuen. Mit einem sehr gut besuchten Gottesdienst auf dem Acker begann die Veranstaltung am Freitagabend. Pfarrer Coors war hierzu eigens mit Schlepper und Anhänger eingefahren. Mit dem Wetter hatte man sehr großes Glück, denn einige Besucher aus der näheren Umgebung berichteten von sintflutartigen Regenfällen, während es in Dühren lediglich ein paar Tropfen regnete.


Blick über das Feldgelände während der Lanz angeheizt wurde.

Der „große“ Regen kam erst in der Nacht auf den Sonntag und mit 15 Liter auf den Quadratmeter standen die Vorführungen fast auf der Kippe. Die Vormittagsvorführung konnte daher auch nur eingeschränkt durchgeführt werden, da die Getreidehalme durch den Regen zäh waren und die zum Teil 80 Jahre alten Geräte die Halme nicht schneiden konnten. Aber Petrus hatte ein Einsehen und schickte Wind und Sonnenschein, so daß das Getreide einigermaßen abtrocknete und die Nachmittagsvorführungen durchgeführt werden konnten. So kam es auch, daß am Nachmittag die Besucher auf den Acker von Klaus Abele im Gewann „Grabenacker“ strömten, und den Maschinen aus vergangenen Zeiten bei der Arbeit zusahen.

Besuch hatte die Dreschgemeinschaft auch von einem Paar aus dem niederbayrischen Osterhofen, bei Deggendorf, die von ihren Kindern zu ihrem Hochzeitstag ein Wochenende in Dühren geschenkt bekommen hatten.

Im Fernsehen hatte sie die Veranstaltung gesehen und wollten das Spektakel unbedingt einmal live erleben. So verbrachten sie ein interessantes Wochenende im Kraichgau und besuchten nebenbei noch das Auto- und Technikmuseum sowie die Rhein-Neckar-Arena.

Das Getreide wurde mit Sense und Sichel geschnitten und von Hand zu Garben gebunden. Dann folgten Selbstableger und Garbenbinder. Auf dem Dreschplatz schwangen drei Mitglieder der Vorstandschaft den Dreschflegel und droschen das Getreide aus. Mit der Windfege wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Der Lanz wurde angeheizt und die Lanz Dreschmaschine samt Welger Großballenpresse begannen ihren Dienst beim Dreschen. Die Dreschgemeinschaft hatte alle Maschinen und Geräte aus dem Schuppen geräumt und am Nachmittag war der Dührener Tabakschuppen samt Maschinenhalle mit Besuchern aus Nah und Fern bis auf den letzten Platz gefüllt. Dort saßen sie, genossen Kaffeee und Kuchen, oder stärkten sich mit Schnitzel vom „Schwbisch Hällischen Landschwein“, während draußen auf dem Acker die letzten Halme geerntet wurden. red baz - Sa./ So., 13./ 14.08.2011

 
Traktoren so weit das Auge reicht

Zum Stadtjubiläum mit 40 Schleppern durch Kraichtal

Traktoren so weit das Auge reicht

Kraichtal (sn). Alles andere als alltäglich ist das Schauspiel einzustufen, welches sich am vergangenen Sonntag, 17. Juli, auf den Straßen von Kraichtal bot. Manch einer wunderte sich vielleicht über die sonderbaren Gefährte, die sich bereits am Vormittag auf dem ehemaligen Kirschenfestplatz in Unteröwisheim eingefunden hatten. Doch die Erklärung ist einfach. „Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Stadt Kraichtal sind wir auf die Idee gekommen, eine Rundfahrt mit unseren zahlreichen Schleppern und Traktoren durch unsere Heimat zu veranstalten“, teilte Siegbert Krüger, Planer der Oldtimer- und Schlepperfreunde Kraichtal, am Tag des Spektakels mit.

Die rund 70 Mitglieder des Vereins haben für ihren großen Tag alle Kräfte in Bewegung gesetzt. So machten sich gegen 11.15 Uhr rund 40 Schlepper, Traktoren und Oldtimer im Schritttempo auf die Wegstrecke von Unteröwisheim nach Bahnbrücken.


Gute Stimmung trotz schlechtem Wetter

Wir nehmen das Wetter, wie es ist“, so die einleitenden Worte des ersten Schlepperfreundes Karl Hilpp, der seine Kameraden und zahlreiche Schaulustige am Sonntagmorgen bei leichtem Nieselregen auf dem Kirschenfestplatz willkommen hieß. Auch Kraichtals Bürgermeister Ulrich Hintermayer war – wie sollte es an so einem Tag auch anders sein - zusammen mit Schlepperfreund Rudi Zimmermann mit dem Traktor zum Treffpunkt in Unteröwisheim gekommen. Für ihn, wie für die restlichen Fahrer ging es anschließend einmal quer durch Kraichtal. Nachdem die Kolonne Oberöwisheim und Neuenbürg passiert hatte, gab es zur Freude aller eine kleine Verschnaufpause bei der Familie Fränkle in der Weierbachsiedlung. Bei einem zünftigen Vesper konnten „Mann und Maschine“ wieder Kraft für die Weiterfahrt nach Münzesheim tanken. In gemütlicher Runde bedankte sich das Stadtoberhaupt zum einem bei den Gastgebern für den freundlichen Empfang sowie den Oldtimer- und Schlepperfreunden Kraichtal für deren unermüdliches Engagement und die Liebe zu ihren Traktoren, die stets gehegt und gepflegt werden wollen. Zur Überraschung aller überreichte Siegbert Krüger „Fahranfänger“ Hintermayer eine Fahrerlaubnis für Schlepper, da dieser für die Wegstrecke von Unteröwisheim aus selbst am Steuerrad gesessen hatte. Mit maximal 20 km/h ging es frisch gestärkt weiter nach Menzingen, über Landshausen, bis hin zum Zielort Bahnbrücken. Beim dortigen FSV-Treff wurde bis in den späten Nachmittag hinein zusammen gefeiert und gesungen.


Tradition der Traktorenliebhaber

Etwa seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich in Deutschland und Österreich verstärkt Traktorliebhaber, die alte Traktoren und die dazugehörigen Anbaugeräte restaurieren und wieder fahrfähig machen. Die Traktorliebhaber finden sich oft in Interessengemeinschaften oder eingetragenen Vereinen zusammen, die Traktortreffen mit diversen Vorführungen und Ausfahrten in den jeweiligen Regionen organisieren. Die Oldtimer- und Schlepperfreunde Kraichtal gründeten ihren Verein zu Beginn des letzten Jahres und gehören organisatorisch dem FSV Bahnbrücken an.


Hoch auf dem grünen Wagen: Bürgermeister Ulrich Hintermayer lies sich vom schlechten Wetter die Laune nicht verderben.

 
17. Historischer Erntetag 2011

 

 
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